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 Dormagen vs. Düsseldorf      35:28

Die Begegnung zwischen Dormagen und Düsseldorf fand bereits im Vorfeld viel Beachtung weil

  • sich die beiden Rivalen vom Rhein nun endlich wieder bei einem direkten Aufeinandertreffen begegneten,
  • die beiden Sieberger-Brüder im Bruderduell gegen einander antraten,
  • mit Marcel Wernicke ein Spieler, der in der vergangenen Saison noch beim TSV spielte, im Trikot der HSG auflief und
  • weil es um die Tabellenführung in der zweiten Bundeliga Süd, in der mit Dormagen und Düsseldorf der Tabellenerste gegen den Tabellenzweiten spielte, ging.

Das Derby fand im ausverkauften TSV Sportcenter statt. Und es war ein tolles Spiel.

Die Schiedsrichter zeigten durch konsequente Entscheidungen gleich zu Anfang, dass sie das Spiel im Griff haben werden. Diesen guten Eindruck machten sie über das ganze Spiel hinweg. Dabei zeigten sie auch, dass man mit Zeitspiel vernünftig umgehen kann und es nicht nur minutenlang anzeigen muss.

Der TSV konnte von Beginn an überzeugen. Man merkte den Spielern die richtige Einstellung und die Motivation an. Auf Seiten von Dormagen war es schade, das wir in der ersten Halbzeit ohne Torwart gespielt haben. Egal ob Reckzeh oder Kurth zwischen den Pfosten stand, wenn sie nicht angeworfen wurden, haben sie auch kaum ein Tor verhindert. Kurz vor der Halbzeit wurde Kurth dann auch übel angeworfen, mit einem Kopftreffer, der ihn aber irgendwie aufweckte. Danach zeigte er nämlich sein Können und war bei vielen 1:1 Situtationen der Sieger gegen den Düsseldorfer Angriff.

Düsseldorf fiel in der ersten Halbzeit hauptsächlich durch überhartes Spiel auf, wodurch immer mal wieder ein Dormagener Spieler verletzt am Boden lag. Die ein oder andere Entschuldigung hätte hier auch nicht geschadet. Im weiteren Spielverlauf kassierte Düsseldorf dementsprechend zwei roten Karten, wobei eine in der dritten Zeitstrafe begründet war.

Auf Seiten des TSV fehlte etwas Sicherheit bei unseren 7m-Schützen. Lochtenbergh verwandelte den ersten Siebenmeter sicher, traff beim zweiten Versuch aber nur den Pfosten. Alex Koke konnte seinen Siebenmeter leider ebenfalls nicht verwandeln. Erst Adrian Pfahl konnte hier konsequent punkten.

Absolut beeindruckend war die Leistung unseres Neuzugangs Maciej Dmytruszynski. Während er im Spiel gegen Hüttenberg im Angriff noch wie ein Fremdkörper wirkte, war er nun voll dabei. Er zeigte seine enorme Wurfkraft und haute dem Düsseldorfer Torwart die Bälle um die Ohren. Aber nicht nur das, er war einfach in das Spiel eingebunden, stand als Anspielstation zur Verfügung und spielte selbst tolle Pässe. Wenn das so weiter geht ist er eine (im wahrsten Sinne des Wortes) große Verstärkung für den TSV.

Mit Gegenstößen kam Dormagen immer wieder zu schnellen und schönen Toren, wogegen die HSG sich immer öfter in der Abwehr des TSV festrannte. Nur die häufigen Latten- oder Pfostenwürfe verhinderten ein noch größeres Debakel für Düsseldorf.

Eines der schönen Tore warf übrigens ein weiterer Neuzugang des TSV. Max Holst hat den erfahrenen Düsseldorfer Keeper nach seiner Einwechslung zu seinem ersten Bundesligaspiel mit einem schönen Heber nicht gut aussehen lassen.

Der TSV war der HSG am Freitag in allen Belangen überlegen und hat damit verdient gesiegt. Nun geht es auf nach Korschenbroich, wo der nächste Lokalrivale wartet.

Die Tabellenführung konnte der TSV mit dem Sieg gegen die HSG verteidigen, allerdings unerwartet knapp, denn die Aufsteiger aus Coburg konnten in Gensungen/Felsberg mit einem 10 Tore Vorsprung auswärts überzeugen und sind damit ebenfalls weiterhin ungeschlagen und den Dormagenern auf den Fersen. Vielleicht ist das ja die bisher unterschätzte Mannschaft, die aufgrund des niedrig gesteckten Ziels des Klassenerhalts bei vielen gar nicht auf der Rechnung stand und sich anstelle der hoch gehandelten Friesenheimer nun als dritter Verein als Aufstiegsaspirant präsentiert?!

 

 

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